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"»They all claim that they have ›the Answer‹ – when they don’t even know the questions«, wird Jello Biafra von den Dead Kennedys neben Sleater Kinney in einem Epigraph dem Text vorangestellt. Skepsis also allem, was mit Lösungen aufwartet? Nicht ganz – weiß man doch um das Dilemma, dass Verweigerung auch keine Lösung darstellt, ja der politischen Reaktion bisweilen sogar in die Hände spielt und dass die Suche nach Antworten nicht an sich falsch ist: »If we know all we say about the problems – Why can’t we do something to try and solve them?« fragt eingangs Gil Scott-Heron. Wie kann ›Planung‹ als eine Disziplin, die sich mit Lösungen gewissermaßen herumschlagen muss, also vorgehen? Zunächst damit, sich die Freiheit herauszunehmen, die »Probleme selbst zu stellen« (Gilles Deleuze: Bergson zur Einführung, 1989, S. 26) und dann leidenschaftlich am Problem dranzubleiben, anstatt sich voreilig der falschen Lösung hinzugeben. Als ›Nonsolution‹ bezeichnen Gabu Heindl und Drehli Robnik diese Praxis und meinen damit explizit nicht, dass es keine Lösungsvorschläge geben solle. Nonsolution versteht sich zwar als Einspruch gegen die verordnete Lösung – allerdings als nichtreduktionistische Annäherung an Probleme, als eine Praxis, die Verhandlungsraum einfordert, die für ein mutiges Vorschlagen und Antwort geben und zugleich für ein Beharren auf Weiterentwicklung im Planen plädiert – kurz: eine Praxis, die sich als konfliktuell und strittig versteht." Michael Klein, in Dérive No. 99

 

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