Um die eigene Positionierung als Designerin zu verstehen und das eigene Verständnis von Design kritisch zu hinterfragen, ist eine intersektionale Perspektive unabdingbar. Kimberlé Crenshaws Konzept der Intersektionalität entstand an der Schnittstelle von „race/class/gender“, um die komplexen Diskriminierungserfahrungen Schwarzer Frauen in den USA sichtbar zu machen und einen Analyserahmen für Mehrfachdiskriminierung zu schaffen. Das Buch bietet einen Überblick darüber, wo und von wem Design und Intersektionalität bereits zusammen gedacht und praktiziert werden. Es stellt alternative Designpraxen, -techniken und -kollektive vor, wie Respectful Design von Dori Tunstall und Kolleg*innen und das Design Justice Network um Sasha Costanza-Chock, die Design als emanzipatorisches Werkzeug neu interpretieren. Die theoretische Kontextualisierung, begleitet von praxisbezogenen Interviews mit intersektionalen feministischen Designer*innen, untersucht die Potenziale des „designing otherwise“.
Das Gespräch wird den theoriebasierten Inhalt des Buches um praxisbezogene Perspektiven erweitern: Die vier Gestalter*innen tauschen sich über ihr unterschiedliches Verständnis von intersektional informierter Gestaltungspraxis aus und teilen Erfahrungswerte aus der Gestaltungs- und Lehrpraxis.
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